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Restaurant Tipp in Sinchon Seoul
Kohyang (고향) bedeutet übersetzt Heimat und ist dank nettem Service, leckerem Kimchi und angenehmen Ambiente für viele (internationale) Studenten zu einer Art zweiten Heimat geworden. Man gelangt folgenderweise dorthin: 1) Ausgang Nr. 2 vom U-Bhf. Sinchon nimmt und die Kreuzung beim U-Plex überquert. 2) Danach etwa 40 m in Richtung Südwesten laufen und beim 7-Eleven rechts in die lange Straße einbiegen. 3) Hier 110 m geradeaus laufen, 4) links einbiegen und 200 m geradeaus laufen. Dann seid ihr auch schon am Ziel angekommen, guten Appetit! Die genaue Adresse lautet: 서울특별시 서대문구 창천동 53-83, Link auf Daum: http://bit.ly/Oxgrih
Das gesamte Viertel um Kohyang ist lohnenswert und bietet sehr viele Restaurants mit unterschiedlicher Küche, Hofs (koreanische Bars), Karaokeräume, DVD Bangs, schicke Klamotten etc.
Kimchi Bier
Das unmoegliche wurde gemacht Bier mit Kimchigeschmack. Prost!
Quelle: http://www.koreatimes.co.kr/www/news/nation/2012/07/390_114283.html
NEW YORK ― Like kimchi? Love beer? Why not mix the two and brew up a kimchi beer? That’s exactly what some brewers in the U.S. and Canada did to spice up classic ales.
Are you curious to know what it tastes like? Just like how you’d imagine.
“Intense nose of spice and herbs, hopped palate and a chili spice that sneaks up on you. It’s awesome,’’ describes Beau’s All Natural Brewing Company, a microbrewery in Ontario, Canada, which recently introduced kimchi beer at a local beer festival.
Down south in the U.S., one person who tried the version created by Barry’s Homebrew Outlet put it more simply.
“The same [taste] you get from a post-pepper burp,’’ said Jimmy McMillan, co-owner of the brewery in Philadelphia, Pennsylvania, who assured that the comment was a compliment.
Both breweries coincidentally took on the same experiment with kimchi earlier this month, but for McMillan, it was more of a spontaneous idea.
“I love eating Korean barbeque. A few nights before I decided to make the kimchi beer, we had a Korean style barbeque night in the store,’’ recalled McMillan. “After walking by the refrigerator, I noticed about a pound of kimchi was left, along with a few bags of rice crackers.’’
At that moment, he decided to toss the leftovers directly in the mash, one of the first processes in beer brewing.
“I proceeded to brew in a normal style and added some Sriracha hot sauce during the last five minutes of the boil for a final kick,’’ said McMillan. “Then I cooled the wort, pitched the yeast and hoped for the best. Three weeks later, it was complete and almost everyone loved it.’’
The finished product was presented at an annual homebrew beer festival, where most first-time tasters asked for seconds.
Over at Beau’s, kimchi was added in portions throughout a longer period of the brewing process.
Beau’s brewer Andrew Bartle says using Sticke Alt Bier, a darker beer with higher alcohol (6.8 percent alcohol content) was his secret to enabling the beer to hold the heat and spices of kimchi.
“It was a beer first with all of the rich malt flavors, followed by the same lingering flavors that come with kimchi, the spices, garlic and pickled nature of the product,’’ he said. “The beer was the first flavor on the palate and as it crossed the tongue, it hit every sense and turned into something really special.’’
“Kimchi and beer are both fermented products,’’ added Bartle, “so it made sense to add these things together,’’
While Barry’s Homebrew Outlet, a homebrew supply store, doesn’t create beer for sale, Beau’s does and thinks that there may be a future for kimchi beer.
“Kimchi beer was an experimental batch brew for us, but I believe that there is s a market for it,’’ says Bartle. “If you notice around the world, there are many hot and spicy beers using hot peppers and spices that craft beer drinkers really enjoy.’’
He did say kimchi beer isn’t something to be drunk in large quantities, but to be savored and enjoyed as an aperitif or compliment to any meal ― just like the way kimchi is served in or with other Korean dishes.
PiFan, dem Internationalen Fantasiefilmfestival Puchon
Bereits zum sechzehnten Mal findet das jährlich gut besuchte Internationale Fantasiefilmfestival Puchon (PiFan) in Bucheon, in der Provinz Gyeonggi-do statt. Im Zeitraum vom 19. Juli bis zum 29. Juli werden über 230 Filme aus 47 verschiedenen Ländern gezeigt, darunter 136 Lang- und 94 Kurzfilme.Tickets für die regulären Filmvorführungen werden ab 5. Juli 14 Uhr auf der offziellen Webseite des Filmfestivals online verkauft, ansonsten sind die Karten auch vor Ort vom 20. Juli bis zum 29. Juli an den Ticketschaltern erhältlich.
Die Preise für den Eröffnungs- sowie Abschussfilm des Festivals und für die Spätvorstellungen betragen 12.000 Won. Für 3D-Filme sind es 10.000 Won und für alle anderen 5.000 Won. Bei der „Open Cine Parade“ handelt es sich um kostenlose Freiluft-Filmauführungen.
Schulen in Südkorea
Maximal digital
Von Malte E. Kollenberg, Seoul
Das technikbegeisterte Südkorea setzt auf komplett papierlose Bildung. Schon bald sollen alle Schulen nur noch mit elektronischen Büchern unterrichten. Erste Pilotprojekte laufen erfolgreich – doch Experten warnen: Viele junge Koreaner hocken schon jetzt zu viel vorm Bildschirm.
Für junge Koreaner wird der sichere Umgang mit mp3-Playern, BlueRays oder Laptops nicht nur in der Freizeit interessant. Die digitale Zukunft findet bald auch in den Klassenzimmern statt. Denn alle Teenager im Land sollen demnächst mit Hilfe modernster Technik lernen. Sozusagen als Schüler 2.0, als Digital Natives der zweiten Generation.
Das hat Vorteile und Nachteile, sagt etwa die 13-jährige Jeong Seo-yeong. Gemeinsam mit ihren Klassenkameraden gehört sie zu den ersten Schülern im Land, die sich an den digitalen Lernmethoden ausprobieren dürfen. “Es ist toll, dass wir während des Unterrichts ganz einfach Medien, Videos und Fotos einbinden können, wenn wir mit dem digitalen Textbuch arbeiten”, sagt die Schülerin.
Mitschüler Park Seok-yeon, 14, hält dagegen: “Ich finde den digitalen Unterricht anstrengender, weil meine Augen sehr schnell ermüden, wenn ich die ganze Zeit auf den Bildschirm schauen muss.”
2015 sollen die Stifte komplett verschwinden
Zusammen mit rund 30 Mitschülern sitzen die zwei in der südkoreanischen Stadt Incheon in einem der ersten voll digitalen Klassenräume der Sukjung Mittelschule. Die Schule ist eine von rund 300 im ganzen Land, in der die Zukunft des Lernens und Lehrens ausprobiert wird.
Bis 2015 sollen alle gut 11.000 südkoreanischen Schulen “digitalisiert” werden, so ist der ehrgeizige Plan. 2,5 Milliarden Dollar lässt sich Korea die Umstellung kosten. “Smart Education” nennen die Koreaner das. Und dafür müssen aus normalen Schulen “Smart Schools” werden. Wie in der Modellklasse in Incheon, sollen Papier und herkömmliche Stifte bis 2015 komplett verschwinden.
Die Einzige, die im digitalen Klassenraum noch einen Stift benutzt, ist Lehrerin Yeo Mi-jung. Damit schreibt sie auf die Whiteboards links und rechts der digitalen Tafel. Noch, denn das auch nur so lange, bis sie sich an das Schreiben mit dem Finger auf der digitalen Tafel gewöhnt hat. Auch Yeo Mi-jung ist wie ihre Schüler noch in der Erprobungsphase. Seit März dieses Jahres unterrichtet die Englischlehrerin digital.
Auch für die Lehrkräfte ist die Umstellung gewöhnungsbedürftig. Yeo Mi-jung erzählt von Kollegen, vor allem die Älteren, die nicht so recht überzeugt seien, dass das digitale Klassenzimmer eine gute Idee ist.
Sie selbst war zunächst ebenfalls skeptisch: “Ich hatte anfangs Angst vor den digitalen Textbüchern”, sagt sie. Yeo Mi-jung ist 29 Jahre alt. Eine junge Lehrerin. Auch sie eigentlich schon ein Digital Native, jemand, der mit digitaler Technik aufgewachsen ist.
“Ich habe Englisch noch mit einem Buch aus Papier gelernt”, sagt sie. Für die neue Schülergeneration wird das Sprachenlernen nun interaktiv. Lösen sie eine Aufgabe im Arbeitsbuch, antwortet das Schulbuch auf Englisch “Großartig”, wenn die Aufgabe richtig gelöst worden ist, und “Bitte noch einmal”, wenn der Schüler nicht korrekt geantwortet hat.
Mittlerweile kommt Yeo Mi-jung mit der neuen Technik bestens klar, sagt sie. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase sei das alles kein Problem. Als unterrichte sie seit Jahren mit der digitalen Tafel, wischt sie über den Bildschirm. Die Aufgaben für die Schüler tippt sie im 90-Grad-Winkel auf der virtuellen Tastatur in das digitale Textbuch.
Fortschrittlichkeit, die noch etwas fortschrittlicher wird
Die koreanische Regierung will das Projekt zu einem Erfolg machen und lässt keine Gelegenheit aus, um auf die Fortschrittlichkeit des eigenen Bildungssystems hinzuweisen, das nun noch etwas fortschrittlicher werde. Der Erfolg bei der OECD-weiten Bildungsvergleichstudie PISA scheint den Koreanern recht zu geben.
Dass Korea sowohl bei der digitalen Technik als auch im Bildungssystem mit weitreichenden sozialen Problemen zu kämpfen hat, wird dabei gerne übersehen. Viele Jungendliche verbringen viel Zeit vor flimmernden Bildschirmen, einige Koreaner finden, zu viel.
Kim Deong-sik, Professor für Educational Technology an der Seouler Hanyang Universität, fordert ein Umdenken im Land. Der Forscher hat seine Zweifel, ob Korea mit der flächendeckenden, ersatzlosen Einführung der digitalen Schulbücher den richtigen Weg einschlägt. In erster Linie sei nicht die Frage, ob digital oder analog, glaubt er. “Die jungen Menschen müssen zu selbständigem Denken angeregt werden, nicht zu einfacher Nachahmung.”
Für ihn steht fest: Die Einführung des digitalen Textbuches in Korea soll in erster Linie die technische Leistungsfähigkeit des Landes demonstrieren. Die Logos der großen koreanischen Elektronikhersteller Samsung oder LG sucht man in Incheon jedoch vergebens. “Gigabyte” steht auf den Laptops. Der komplette digitale Klassenraum ist “Made in Taiwan”. “Die Computer waren günstiger als vergleichbare Produkte von koreanischen Herstellern”, sagt Englischlehrerin Yeo.
So selbstverständlich wie ein Mobiltelefon
Bildungsminister Lee Ju-ho träumt schon länger vom “grenzenlosen Klassenraum”. Seine Wunschvorstellung, dass auch außerhalb der Schule mit modernen Medien gelernt wird, hat er bereits 2011 in seinem Buch “Positiver Wandel – Die Bildungs-, Wissenschafts- und Technologiepolitik Koreas” beschrieben.
Für Lee Ju-ho soll Lernen so allgegenwärtig und selbstverständlich werden wie die Benutzung des Mobiltelefons. “Die Schüler haben fast alle schon Smartphones”, erläutert Lehrerin Yeo, da liege es doch nahe, die auch für den Unterricht zu nutzen.
Aber auch wenn viele Schüler das Lernen mit der neuen Technik toll finden, so richtig wollen die Grenzen zwischen digitalem Schulleben und Freizeit noch nicht fallen. Populäre Internetseiten wie Twitter oder Facebook können die Schüler nicht für Lernzwecke nutzen. Ein Schüler bringt es auf den Punkt: “Ich würde ja gerne Facebook im Unterricht benutzen, aber wenn ich das mache, bringt mich meine Lehrerin um.”
Aerobic-Gruppe brachte Hochhaus ins Schwanken
Am 5. Juli 2011 begann ein Hochhaus in Seoul zu schwanken, Menschen flohen aus dem Shopping-Turm. Wissenschaftler wollen nun die Ursache gefunden haben: Eine Aerobic-Gruppe soll mit ihren Bewegungen den Vorfall ausgelöst haben.
Seoul – Zehn Minuten lang schwankte das 39-stöckige TechnoMart-Hochhaus in Seoul, Hunderte Menschen flohen in Panik. Architekten und Wissenschaftler rätselten daraufhin: Was löste die Bewegungen des Shopping-Turms am 5. Juli aus?
Als Forscher eine mögliche Lösung präsentierten, stießen sie auf Unglauben. Im Moment des Vorfalls hatten 17 Erwachsene mittleren Alters im zwölften Stock zum Snap-Song “The Power” Tae-Bo-Übungen gemacht, eine Mischung aus Aerobic und Schattenboxen.Power hin oder her: Konnte diese Gruppe ein Hochaus in Bewegung setzen? Offenbar ja – wenn man den Forschern um den Professor Chung Lan von der Dongguk-Universität in Yongin glauben will.
Am Dienstag stellten sie die Tae-Bo-Stunde vor Journalisten nach. TechnoMart-Sprecher Andy Yang sagte, einige Teilnehmer des Experiments hätten ein starkes Wackeln des Gebäudes gespürt, andere hätten ein leichtes Schwanken bemerkt. Einem Radiosender sagte Professor Chung, das Gebäude aus Eisenträgern habe eine charakteristische Vibration, die “gleichphasig” sei mit den aufeinander abgestimmten Bewegungen der Tae-Bo-Sportler.
Die Behörden hatten den Wolkenkratzer im Bezirk Gwangjin nach dem Vorfall geschlossen, nach einer Sicherheitsüberprüfung aber wieder geöffnet. Auch das Fitnessstudio soll voraussichtlich wieder öffnen – Tae-Bo-Kurse werde es dort aber wohl nicht mehr geben, sagte Cho Byung Joon von der Bezirksverwaltung.
bim/AFP/dpa
Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/seoul-aerobic-gruppe-brachte-hochhaus-ins-schwanken-a-775279.html
Citibank wandelt alle Geldautomaten in Filialen in “Global ATM” um
Die Citibank in Korea hat bekanntgegeben, dass sie für Nutzer von ausländischen Kredit- und Debitkarten alle Geldautomaten in ihren Filialen zu sogenannten “Global ATM” umwandelt. Mit einer ausländischen Karte kann man dann dort gebührenfrei Geld abheben.
Bislang war das Abheben von Geld mit ausländischen Karten entweder nicht möglich oder es wurde eine zusätzliche Gebühr erhoben. An den “Global ATM” der Citibank wird nun das Abheben mit Kredit- und Debitkarten, die den Zahlungssystemen Unionpay (China), Visa, MasterCard, Maestro, Cirrus, Plus oder Diners Club International angehören, ohne die Erhebung von zusätzlichen Gebühren möglich sein.
Die Citibank hat darüber hinaus verschiedene andere Angebote für ausländische Kunden. So unterhält sie Filialen, die auf die Beratung von Ausländern spezialisiert sind, bietet Internet- und Mobilebanking auf Englisch sowie eine spezielle Telefonhotline für Ausländer.
Für mehr Informationen wenden Sie sich bitte an die nächste Citibank-Filiale, besuchen die Homepage (www.citibank.co.kr), oder rufen unter +82-1588-7000 (Ausländerhotline +82-(0)2-3704-7100, Kartenangelegenheiten +82-(0)2-2004-1004) an.
Auf Ausländer spezialisierte Filialen |
Adresse | Telefon |
---|---|---|
Oksu-dong (옥수동) | Seoul, Seongdong-gu, Oksu-dong 436, Far East Green Apt. Mall, 1. OG (EG) | +82-(0)2-2281-8300 |
Zentrale (영업부) | Seoul, Jung-gu, Da-dong 39 | +82-(0)2-3455-2114 |
Seoul (서울) | Seoul, Jongno-gu, Sinmunno 2-ga, 89-29 | +82-(0)2-2004-2155 |
Myeong-dong (명동) | Seoul, Jung-gu, Euljiro 2-ga 198 | +82-(0)2-319-1700 |
Gangnam (강남) | Seoul, Gangnam-gu, Yeoksam-dong, 824-19 | +82-(0)2-567-6001 |
Dongbu Ichon-dong (동부이촌동) |
Seoul, Yongsan-gu, Ichon 1-dong 302-52, LG Plaza, 4. OG | +82-(0)2-3785-2500 |
Bangbae-dong (방배동) |
Seoul, Seocho-gu, Bangbae-dong 796-27, Farmax Sports Plaza Bldg, 1. OG (EG) | +82-(0)2-533-6111 |
Cheongdam-dong (청담동) |
Seoul, Gangnam-gu, Cheongdam-dong 119-3, Seoyang Bldg. | +82-(0)2-516-6200 |
Trade Center (무역센터) |
Seoul, Gangnam-gu, Samseong-doong 159-6, City Airport Terminal, 1. OG (EG) | +82-(0)2-551-6300 |
Yeouido Jungang (여의도 중앙) |
Seoul, Yeongdeungpo-gu, Yeouido-dong 35-4, Korea Fire Protection Association Bldg., 1. OG (EG) | +82-(0)2-783-2991 |
Teheran-ro (테헤란로) |
Seoul, Gangnam-gu, Daechi-dong 942-10, Haesung 2 Bldg., 1. OG | +82-(0)2-557-8400 |
Seogyo-dong (서교동) |
Seoul, Mapo-gu, Donggyo-dong 162-5 | +82-(0)2-338-4800 |
Lageplan der “Global ATM”-Geldautomaten in Myeongdong
Quelle: http://german.visitkorea.or.kr/ger/MA/MA_GE_9_1_1.jsp?cid=1657279
Südkoreas neuer Regierungssitz
Alleine in Sejong City
Von Malte E. Kollenberg, Seoul
Sejong City ist Südkoreas ganzer Stolz. Die Retortenstadt, die 2030 fertig wird, soll neuer Regierungssitz und kulturelles Zentrum des Landes werden. Käufer reißen sich schon jetzt um die winzigen Wohnungen. Doch selber leben will dort kaum jemand.
Park Yu Jun ist eine Frohnatur. Ununterbrochen lächelt der 36-jährige Ministerialbeamte. Von seinen Kollegen wird er als “Comedian” bezeichnet. Ein wenig skurril muss es auch gewesen sein, als Park Ende 2011 vom nahe Seoul gelegenen Regierungsviertel Gwacheon ins 120 Kilometer entfernte Sejong City gezogen ist. Als erster Mitarbeiter eines Ministeriums überhaupt.
“Morgens im Shuttle-Bus von Sejong City nach Gwacheon fuhr ich alleine mit dem Busfahrer”, erklärt Park. Er war einer der ersten Einwohner in Koreas Stadt der Zukunft.
Zukunft ist wörtlich zu nehmen, denn bisher existiert lediglich das “Cheot Maeul”, das erste Dorf, des 20 Milliarden Dollar teuren Projekts. Drumherum staubige Straßen, Baustellen, Sand und Einöde. Mitten im Herzen Südkoreas wird die neue Regierungsstadt errichtet. Am Sonntag steigt trotzdem schon einmal die offizielle Eröffnung.
Eine halbe Million Menschen sollen im Jahr 2030 in Sejong City leben. So will es die koreanische Regierung. Dass dieses Ziel erreicht wird, daran arbeitet Lee Jae Kwan. Er ist Direktor der Planungsabteilung im Ministerium für öffentliche Verwaltung und Sicherheit, die für den Ausbau der Stadt zuständig ist. Doch die aktuellen Einwohnerzahlen, die er präsentiert, sind ernüchternd. “6000 Einwohner sind bisher zugezogen, davon ein Fünftel aus Seoul. 2014 werden 10.000 Regierungsmitarbeiter und 3000 Wissenschaftler und Forscher in Sejong City arbeiten”, sagt Lee.
Die Pläne für Sejong City gehen auf den vorherigen Präsidenten Südkoreas Roh Moo Hyun zurück. Um der fortschreitenden Zentralisierung in Seoul zu begegnen, sollte eine Regierungsstadt gebaut werden.
Eine gute halbe Dekade und mehrere Gerichtsentscheidungen später klingt das nicht mehr ganz so ambitioniert. Nur noch ein Teil der politischen Elite Koreas soll aus Seoul hierher verpflanzt werden. Stattdessen entsteht eine Stadt, in der Teile des politischen, kulturellen, wirtschaftlichen und akademischen Lebens vereint werden sollen.
Neun Ministerien, zwei Regierungsbüros, zwei Regierungsagenturen und 16 staatliche Forschungsinstitute werden dann in der Stadt angesiedelt sein. Dazu Museen, Theater und Konzerthallen sowie akademische und wissenschaftliche Top-Einrichtungen. Lee Jae-kwan bringt es auf den Punkt: “Es geht um die harmonische Entwicklung in Südkorea und eine Entschärfung der Zentralisierung aller wichtigen Einrichtungen in Seoul.”
60.000 Bewerber für 824 Wohnungen
Wer sich letztlich in Sejong City langfristig niederlassen wird, ist jedoch noch überwiegend unklar. Bisher bietet die Stadt außer ein paar Restaurants und Maklerbüros nicht viel. Nur knapp 20 Prozent der Zugezogenen stammt tatsächlich aus Seoul. Die meisten Bewohner sind aus den direkt angrenzenden Gegenden nach Sejong City gekommen. Aus der Hauptstadt werden vor allem Berufspendler erwartet, die während der Woche in Sejong City leben und am Wochenende zurückfahren zu ihren Familien.
Diese Pendler sind die Hauptkunden von Kim Seok Ho. Kim ist Wohnungsverkäufer, trägt Gelfrisur, grauen Anzug und Krawatte. Er muss seriös auftreten, denn er bringt Wohnungen, die es bisher noch gar nicht gibt, an Frau und Mann. Große Probleme hat er dabei trotzdem nicht – im Gegenteil.
Wer in den Ausstellungsraum kommt, hat das große Los gezogen. Im wahrsten Sinne des Wortes: “Ich hätte auch gerne eine Wohnung gekauft, aber ich hatte kein Glück”, erklärt Makler Kim Seok Ho. “60.000 Bewerbungen für 824 Wohnungen sind bei uns eingegangen.” Das Los hat entschieden, wer eine Wohnung kaufen darf. Kim hat es nicht getroffen. Er verkauft nun, was er selber gerne hätte.
“Happy City” mit Startschwierigkeiten
Es sind vor allem die winzigen Wohnzellen, die heiß begehrt sind. Dabei hat kaum ein Käufer vor, selber in die Stadt zu ziehen. Sie wollen in Seoul oder dem nur wenige Kilometer südlich der neuen Stadt gelegenen Daejon wohnen bleiben – und dabei ordentlich abkassieren. Menschen, die nur zeitweise in Sejong City leben, sollen die kleinen Zweitwohnungen mieten. Zu saftigen Preisen.
Der Großteil der Apartments ist lediglich rund 25 Quadratmeter groß. Die Preise liegen 50 Prozent unter denen in der Hauptstadt. In Sejong City sind die Wohncontainer schon ab 90 Millionen koreanischen Won zu haben. Das entspricht rund 60.000 Euro. Wer kauft, geht von einer goldenen Zukunft der Stadt aus – enorme Preissteigerungen der Apartments inklusive.
Makler Lee Gil Su macht in jedem Fall ordentlich Werbung, während er mit einem Investor beim Kaffee ein Projekt bespricht. “Die geografische Lage von Sejong City ist sehr gut. Es liegt genau in der Mitte des Landes. Mehr und mehr Leute werden kommen. Die Lebensqualität wird steigen. Für mich bedeutet das, es werden Werte geschaffen.” Der Makler verkauft eine Zukunft, von der die Stadt noch weit entfernt ist.
Selbst Pionier Park Yu Jun muss zugeben, dass natürlich nicht alles perfekt ist in der Stadt. Oder besser: noch nicht. Am Anfang hätten er und seine Familie sich etwas einsam gefühlt. Doch seit sie sonntags in die Kirche gingen, sei das anders geworden. Sie hätten Freunde gefunden und würden viel mehr unternehmen, seit sie in Sejong City leben. Gerne redet Park nicht über die Startschwierigkeiten. “Mein Motto ist, positiv zu bleiben”, grinst er. Er und seine Familie seien glücklich, dann fügt er hinzu: “Sejong City ist für uns die ‘Happy City’.”
Doljaban muchim (Seasoned seaweed)
Doljaban muchim has always been one of my favorite Korean lunch box items.
The seaweed makes my mouth water! I’ll have it with soup, kimchi, and rice for my lunch today. yummy! The recipe is here!
Quelle: http://www.maangchi.com/